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Haare ausfetten lassen - Ein sinnvoller Trend?

Aloyay, Trends

Spätestens seit Beginn des ersten Lockdowns hat sich das Haare-Ausfetten-Lassen zu einem richtigen Trend entwickelt. Klar, wenn man die meiste Zeit Zuhause verbringt und wenig, bis gar nicht, unter Leute geht bietet sich das natürlich an. Doch ist es tatsächlich so gesund für Haare und Kopfhaut wie es angepriesen wird? Oder kann dieser Beauty-Trend sogar schädlich sein? 

Wie funktioniert es?

Für mindestens 5 Tage wird eine Waschpause eingelegt. Dabei sollten die Haare 1-2 mal am Tag durchgekämmt werden. Trockenshampoos und Babypuder sind in dieser Zeit tabu. Klingt unappetitlich, soll aber dafür sorgen, dass die Haare nach der Waschpause nicht mehr so schnell nachfetten und weniger Haarwäschen pro Woche nötig sind, damit die Haare trotzdem frisch aussehen. Außerdem soll sich dieser Trend generell positiv auf die Haargesundheit auswirken und zu mehr Haarglanz verhelfen.  

Die Haare sollten allerdings nicht länger als zwei Wochen ungewaschen bleiben. Denn dann ist dieser Beauty-Trend alles andere als hygienisch. Vor allem wenn die Kopfhaut zu vermehrter Talkproduktion neigt, besteht im schlimmsten Fall die Gefahr eines Kopfhaut-Ekzems oder Ausschlags. Denn durch einen langen Verzicht auf Wasser und Shampoo bietet man auf der Kopfhaut den perfekten Nährboden für Bakterien und Pilze. 

Wer zu Schuppen neigt, sollte auf diesen Trend ebenfalls lieber verzichten, da die Schuppen längere Zeit auf der Kopfhaut verbleiben und Entzündungen auslösen können.

Eine Waschpause von maximal 2 Wochen ist jedoch bei einer durchschnittlichen Talkproduktion ungefährlich.

 

 

 

Mythos oder Fakt

Die Expertenmeinungen gehen bei diesem Thema auseinander. Vorerst gibt es keine wissenschaftlich fundierten Ergebnisse darüber, ob das Haare-Ausfetten tatsächlich förderlich für Kopfhaut und Haare ist.

Die Aktivität der Talkdrüsen ist sehr individuell und hängt von der Haarstruktur und dem Kopfhaut-Typ ab. Gerade wenn die Kopfhaut zur Trockenheit neigt, produzieren die Talkdrüsen vermehrt Fett, um das Feuchtigkeitsdefizit etwas auszugleichen. 

Greift man nach dem Haare-Ausfetten jedoch wieder zu konventionellen Shampoos mit synthetischen Inhaltsstoffen, die die Kopfhaut wieder austrocknen, wird die Talkproduktion erneut angekurbelt. Besser ist es auf sanfte Shampoos mit natürlichen Inhaltsstoffen zurückgreift, die die Kopfhaut und das Haar pflegen und mit Feuchtigkeit versorgen. 

Zudem sollte man nach der Pause die Haare nicht im gewohnten Rhythmus waschen wie zuvor, zu häufiges Waschen die Kopfhaut stärker austrocknet. Davor kann man sich auch nicht gänzlich mit natürlichen und nährenden Haarpflegeprodukten schützen, da einfaches Wasser ebenso zu einem gewissen Grad austrocknend wirkt. 

Unter dem Strich ist das Haare-Ausfetten-Lassen per se nicht gefährlich. Sobald es jedoch unangenehm wird und die Kopfhaut Irritationen oder Juckreiz aufweist, sollte man das Vorhaben abbrechen. Wir empfehlen generell Shampoos und Haarkuren mit hochwertigen und natürlichen Inhaltsstoffen. Denn hat sich die Kopfhaut einmal durch die sanften Wirkstoffe daran gewöhnt, nicht mehr so schnell auszutrocknen, fetten die Haare auch nicht mehr so schnell wie gewohnt nach.

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